«together18» - der etwas andere Kongress

Am 31.08./01.09.2018 findet erstmals ein Gemeinschaftskongress der Fachgesellschaften SGI und SSP im Kursaal in Bern statt. Welche Themen behandelt werden und welchen Nutzen der Privatpraktiker von der Teilnahme hat, haben die Verbandspräsidenten Dr. Rino Burkhardt (SGI) und Dr. Patrick Gugerli (SSP) im Interview verraten.

 

Gemeischaftskongress von SGI und SSP

together18 - DER Kongress 2018


ZZS: Weshalb haben Sie sich zur gemeinschaftlichen Ausrichtung eines Kongresses entschieden?
Dr. Rino Burkhardt: Die beiden Fachgesellschaften SGI und SSP unterscheiden sich zwar in ihren Geschichten und jede Gesellschaft besitzt eine eigene Identität, welche den spezifischen Bedürfnissen und Anliegen ihrer Mitglieder Rechnung trägt. Auf der anderen Seite haben die beiden Fachbereiche Parodontologie und Implantologie zahlreiche Schnittstellen, welche es wert sind, in einem gemeinsamen Kongress thematisiert zu werden. Nebst den fachlichen Überschneidungen gibt es aber eine weitere, ganz wichtige Gemeinsamkeit, nämlich den hohen Qualitätsanspruch und das Anliegen, den Mitgliedern Fortbildung auf höchstem Niveau anzubieten.

Dr. Patrick Gugerli: Wenn in einem Team verschiedene Gedanken aus unterschiedlichen Kulturen zusammenkommen, kann dies für das Schlussresultat nur förderlich sein. Diesen Vorteil haben wir für den Gemeinschaftskongress Together18 genutzt und durch die Zusammenarbeit einen kreativen Prozess ausgelöst, welcher zu einem völlig neuen Kongresskonzept geführt hat. Together18 wird anders sein als alle bisherigen Kongresse. Neue Präsentationsformen fordern die Referenten auf, ihre wissenschaftlichen Kenntnisse, ihre Expertise und ihr Urteilsvermögen unter Beweis zu stellen. Dies alles geschieht in interaktiver Form und mit Einbezug des Publikums.


ZZS: «Verstehen – Entscheiden – Handeln» lautet das Motto des Symposiums. Welche Themen werden abgedeckt?
Burkhardt: Bei fast allen Kongressen und Fortbildungsveranstaltungen stehen die Vermittlung von Fachwissen und die klinische Handlung im Mittelpunkt des Interesses. Ein gutes und langfristig stabiles Behandlungsresultat bedingt aber weit mehr, als nur einen mit Faktenwissen gefüllten Rucksack (Verstehen) und geschickte Hände (Handeln). Gute Resultate brauchen gute Entscheidungen! Aus diesem Grund werden wir einen ganzen Block dem Thema Entscheidungsfindung widmen.

Gugerli: Das Thema Entscheiden ist tatsächlich hochaktuell und wird in der Zahnmedizin leider noch viel zu wenig thematisiert. Obwohl wir glauben, klinische Entscheidungen bewusst zu fällen, sind die meisten davon stark vom Unterbewusstsein geprägt. Anhand von klinischen Beispielen und interaktiven Diskussionen werden wir den Kongressteilnehmern zeigen, in welchen Situationen analytische Entscheidungsfindung wichtig ist und wann eben der Intuition mehr Beachtung geschenkt werden darf. Zu diesem Thema gibt es zahlreiche Studien und viel Wissen aus dem Fachbereich der kognitiven Psychologie, welches in die Kongressthemen einfliessen wird.

Burkhardt: Die drei Themen Verstehen, Entscheiden, Handeln widerspiegeln den gesamten klinischen Behandlungsprozess und sind eng miteinander verknüpft. So werden wir das Thema Implantologie am kommenden Kongress nicht nur von der Seite der Implantatinsertion und den damit verbundenen Aspekten betrachten, sondern auch diejenigen Faktoren thematisieren, welche im Vorfeld zum Entscheid Zahnextraktion geführt haben.


ZZS: Welchen Nutzen hat der Privatzahnarzt von der Teilnahme am Symposium?
Gugerli:
Die Themen sind stark auf die klinische Tätigkeit ausgerichtet, weshalb vor allem die in der Praxis tätigen Zahnärztinnen und Zahnärzte vom Kongress profitieren werden. Es ist uns ein besonderes Anliegen, dass eben nicht nur fachspezifisches Wissen vermittelt wird, sondern die besprochenen Themen anhand von zahlreichen Fallbeispielen auch zur Selbstreflexion führen. Mit Together18 beschreiten wir neue Wege in der Wissensvermittlung. Wir sind überzeugt, dass die Programmgestaltung mit Vorträgen, Diskussionen und Fallbesprechungen unter Miteinbezug des Publikums ein spannendes und abwechslungsreiches Kongresserlebnis garantieren.

Burkhardt: Vergessen wir nicht die Dentalhygienikerinnen, für welche wir ein separates Programm zusammengestellt haben und welche ebenfalls vom Kongress profitieren können. Der Teamarbeit Zahnarzt-Dentalhygienikerin kommt im klinischen Alltag eine sehr grosse Bedeutung zu, vor allem, wenn es um die Prophylaxe und Früherkennung von parodontalen und periimplantären Erkrankungen geht.

Gugerli: Der Teamgedanke stand tatsächlich während der gesamten Kongressvorbereitung im Vordergrund. Aber auch während dem Kongress und der Get-Together-Party werden wir diesem Aspekt eine ganz besondere Beachtung schenken und haben hierzu ein paar Überraschungen eingeplant. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und wir freuen uns, wenn wir im kommenden August zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum ersten Gemeinschaftskongress SGI-SSP begrüssen dürfen.

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